Navigation
SKIT DER HEILIGEN GROßFÜRSTIN ELISABETH
Am 1. Oktober 2005 öffnete in Buchendorf, im landschaftlich reizvollen Südbayern, ein orthodoxes Frauenkloster seine Pforten. Die Schwestern konnten die seit mehreren Jahren leerstehenden Baulichkeiten eines katholischen Klosters übernehmen.
Die Klostergemeinschaft trägt den Namen der hl. Großfürstin Elisabeth, der Prinzessin von Hessen-Darmstadt. Sie heiratete den russischen Großfürsten Sergej, den Onkel des letzten russischen Zaren. Nach dessen Ermordung wurde sie Nonne und gründete in Moskau das Kloster "Martha und Maria".
Elisabeth erlitt durch die Machtübernahme der Kommunisten 1918 den Märtyrertod und wurde von der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland 1981 heilig gesprochen.
Durch den Erlass des Bischofskonzils der Russischen Auslandskirche vom 26. Dezember 2005 wurde das Kloster im Status eines Skits bestätigt. Unter der geistlichen Führung des Erzbischofs von Berlin und Deutschland, S.E. Mark, leben zurzeit neun Schwestern in der klösterlichen Gemeinschaft.
Die wichtigste Aufgabe im Kloster ist das Gebet. Es ist für Mönche und Nonnen wie die Luft zum Atmen. Es dient der Läuterung des Herzens, der Sammlung der Gedanken als wichtigste Voraussetzung für die Erlangung des Heiligen Geistes. Die Klosterordnung richtet sich am kompletten Gottesdienstzyklus aus. Ein Teil der Schwestern unterstützt die Lehrtätigkeit der Sonntagsschule in der Münchner Kathedralkirche. Darüber hinaus gehört die Organisation, Teile des Frauenklosters wieder in Stand zu setzen, zu den derzeit wichtigsten Aufgaben. Um den Lebensunterhalt zu sichern, werden außerdem im Kloster verschiedene Arbeiten verrichtet.
Die Schwestern nähen die Kleidung für das Kloster, Kirchengewänder, Taufhemden und arbeiten auf Bestellung. In der Goldstickerei entstehen verschiedene kirchliche Verzierungen. Das Binden von Büchern hat eine lange Tradition im Klosterhandwerk. Mit dem Aufkommen des Internets und der sogenannten "elektronischen Bücher" droht dieses Handwerk auszusterben. Wir möchten an der alten Tradition festhalten, restaurieren alte Bücher und binden ebenso neue. Es ist uns ein besonderes Anliegen, vor allem alte Gottesdienstbücher zu erhalten.
Mit der Eröffnung des Klosters entstand zugleich das Sommerlager "Martha und Maria", das einmal jährlich stattfindet und Mädchen aus allen Gemeinden Deutschlands die Möglichkeit zu einem gemeinsamen einwöchigen Klosteraufenthalt bietet.
Unter der Leitung der Schwestern wird den Teilnehmern des Sommerlagers ein Programm angeboten, bei dem die Mädchen das Klosterleben erfahren, verschiedene Arbeiten verrichten, einander besser kennen lernen und geistig wachsen können. Die Schwestern pflegen die Gastfreundschaft Abrahams und nehmen Pilger und Gäste liebevoll und aufmerksam auf.